CORONA das wirtschaftliche Problem der kleinen Unternehmen

(es leiden nämlich nicht nur die, die am lautesten schreien)

Was öffnen, wenn es eigentlich nie geschlossen gewesen wäre…

Was gerade in der Welt abgeht, ist alles andere als lustig und wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe. Als Fotostudio hätten wir über die ganze Corona-Zeit weiterhin unsere Dienstleistung anbieten dürfen, denn laut Bund und den Empfehlungen vom BAG waren Fotostudios mit Dienstleistungen in unserem Bereich nicht explizit verboten.

Wir von one idea haben uns trotzdem dazu entschlossen, keinerlei Fotoshootings und Bewerbungsfotos in dieser Zeit anzubieten. Aus Sicherheit, Solidarität und weil es mehr als einmal hiess, dass es jetzt alle braucht…es muss ein „Ruck“ durch unsere Gesellschaft gehen….eine finanziell harte und einschneidende Entscheidung.

Du kannst Dir sicher vorstellen, dass wir als kleines Fotostudio jeden einzelnen Kunden am Ende des Tages merken. Die Kosten laufen trotzdem weiter. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben wir trotz allen eingereichten Dokumenten von keiner Seite her Unterstützung erhalten. Weder vom Kanton noch vom Bund. Wer weiss, vielleicht kommt da noch was, aber ganz ehrlich ist dies für solch kleine Betriebe wie unseren ziemlich düster. Heute ist der 21. April und mehr als ein Monat seit dem Lockdown.

Offiziell werden wir am 27. April ganz normal (aber mit Abstand und Masken) unsere Dienstleistungen wieder anbieten.

Solidarität und vor allem die Gesundheit  von uns Allen sind mit Abstand am Wichtigsten.

Wir geben uns tagtäglich Mühe unseren Lebensunterhalt alleine zu verdienen, zahlen solidarisch unsere Beiträge. Heute fallen in einer solchen Situation auch noch zwischen Stuhl und Bank? Das darf nicht sein – als selbständig erwerbende Person weiss man, was für Risiken man eingeht…aber das kann so nicht sein….wenn die Leute zu Hause bleiben sollen, wie sollen wir Fotografen dann bitteschön den Lebensunterhalt verdienen? Es hängen Existenzen, vielleicht Mitarbeiter und Familien dran…das Risiko, welches wir tragen ist unter normalen Umständen schon gross genug. Bevor Du jetzt sagst, ABER es wurde kommuniziert, dass….JA, wurde es…und NEIN, wir haben bis jetzt noch gar nichts bekommen, nicht mal eine Zusage, geschweige denn Geld in irgendeiner Form.

Wieso erzähle ich Dir das hier?

Wieso so pessimistisch? Ganz einfach: Irgendwann muss mal Dampf raus! In den Medien liest man so vieles von vielen und verschiedenen Berufen und fast alle trifft es hart…einige machen gerade bessere Umsätze als vorher – ich gönne das jeder Berufsgattung (ausgenommen vielleicht der Pharmaindustrie) – aber den meisten geht es wortwörtlich an die Reserven. Ja, grosse Konzerne haben grosse Kosten…deren Worte finden deshalb auch schneller Gehör, da sie gewichtiger sind, bekannter, vielleicht sogar Systemrelevant. Haben vielleicht sogar Lobbyisten oder Politiker in ihrem Verwaltungsrat. Was ist aber mit uns Kleinen? Wer hört uns? Genau aus diesem Grund schreibe ich das hier nieder…und ich DANKE Dir, dass Du bis hierhin gelesen hast. Ich danke Dir, dass ich Dein Gehör gefunden habe und Du mir Deine Zeit schenkst und zugehört hast. Ja, wenn Du das alles gelesen hast, siehst Du nun auch ein bisschen „hinter die Kulisse“ eines professionellen Web-Auftrittes, dass hier ein echter Mensch, mit echten Gefühlen und auch echten Sorgen.

Wir vom one idea Team wollen kein Mitleid, keine Sonderstellung, keine Extra-Wurst…wir wollen nur gleich behandelt werden wie die Anderen. So wie die, die laut Schreien können und gehört werden. So wie uns geht es ganz Vielen da draussen. Wieviele Konkurse müssen angemeldet werden, weil man sie nicht gehört hat bzw. nicht in die Überlegungen mit eingezogen wurden.

Wusstest Du…

…dass wenn Du Dich selbständig machst und z.B eine GmbH oder sogar eine AG gründest und im Handelsregister eingetragen bist, Du nie von einer ALV (Arbeitslosenversicherung) profitieren kannst? Ja, man bezahlt ein, über Jahre mit den ganz normalen Ansätzen wie jeder (es gilt das Solitaritätsprinzip), aber wenn man dann mal in eine Situation kommt und es schlecht läuft und man die „Selbständigkeit“ (man ist ja eigentlich nicht selbständig, sondern angestellt von der eigenen Firma) aufgibt, hat man keinen Anspruch darauf. Wo bleibt da die Solidarität? In den Köpfen der Leute ist irgendwie manifestiert, dass wenn man Selbständig ist oder sich Selbständig macht, automatisch reich sein muss oder wird – Spoileralarm: das ist nicht so! Ich habe das Argument gehört, dass die ALV eine Versicherung für Arbeitnehmer ist und nicht für Arbeitgeber…aus meiner Sicht ist dies ein absoluter Bullshit! Wie der Name schon beinhaltet, ist es eine Arbeitslosenversicherung, die gilt für Leute ohne Arbeit, die Ihre Arbeitsstelle verloren haben, auch wenn es die eigene ist. Um hier Missbrauch zu verhindern, braucht es Kontrollorgane, ja, aber das kann kaum auf dem Rücken solcher ausgetragen werden, die sich nichts zuschulden kommen lassen. Das System ist veraltet und ist so vielen Leuten nicht bewusst, erst jetzt langsam. Ich wusste dies von Anfang an im Jahre 2008, als ich mich für die Selbständigkeit entschied…fand es damals schon unfair, habe mir aber gesagt, schau einfach, dass es nie soweit kommt.

Nun aber wieder zurück zum eigentlichen Thema

Vielleicht haben wir so laut geschrieen, dass Du uns gehört hast…ja, auch Du kannst nämlich helfen…bleib in diesem Jahr in der Schweiz, unterstütze vorab kleine Betriebe in Deiner Umgebung, welche tatsächlich für jeden Kunden dankbar sind, unterstütze den Handwerker in Deinem Dorf, die Bäckerei, den Dorfladen, den Coiffuresalon in Deiner Nähe, das Bistro, die Druckerei um die Ecke, den Grafiker, den kleinen Webmaster….die kleine Werbeagentur und zu guter Letzt den Fotografen Deines Vertrauens. Dürfen wir Dein nächstes Bewerbungsfoto erstellen? Deine Firma fotografieren? Deine Mitarbeiter ins beste Licht rücken? Einen 360° Rundgang von Deinen 4 Wänden erstellen? Deine Produkte für den Webshop fotografieren? Wie Du jetzt weisst, wir freuen uns wirklich auf Deinen Besuch, Deinen Auftrag, Deine Kontaktaufnahme.

Das Positive an Corona (COVID-19)

Es hat definitiv auch Positives am Corona-Lockdown. Kurzfristig darf die Natur etwas durchatmen. Gewisse Leute entdecken plötzlich, dass man von Leuten Hilfe bekommt, von denen man es nie erwartet hätte. Wir fangen an Dinge zu schätzen, welche vorher sowas von selbstverständlich waren. Firmen werden in rasender Geschwindigkeit zur weiteren Digitalisierung gezwungen. Die Kreativität erlebt Branchen übergreifend Hochkonjunktur und zu guter letzt: Wir haben auf einen Schlag plötzlich ganz viele „Virus-Spezialisten“ in den Sozialen Medien (sorry, der musste rein).

Die kleinen, grossen Helden im Verborgenen

Etwas sehr Positives für uns möchten wir hier noch speziell erwähnen: Unser Vermieter in Hochdorf ( B@rni Post ) ist, obwohl wir erst ein paar Monate hier sind, so kulant und hat uns während dem Lockdown nur ein Teil der Miete verrechnet. Das finden wir unheimlich grosszügig, gar nicht selbstverständlich und schätzen das sehr. Kennst Du die Barni Post? Geh auf die Webseite und falls Du ein Inserat buchen möchtest, geht das mega easy und direkt online!

DANKE DIR VON HERZEN, DASS DU UNS DEINE ZEIT GESCHENKT HAST!

Bleib gesund!

Überzeugt, dass Deine Bewerbung einen neuen Schliff verdient hat? Dann buche jetzt Deinen Termin hier online oder rufe uns an unter 041 449 05 57, aber in jedem Fall solltest Du uns auf Instagram folgen…